TSG gewinnt 25:24 gegen Urach
TSG Giengen – TSV Urach 25:24 (13:12)
Einen knappen Heimsieg konnten die Giengener Handballerinnen gegen den TSV Urach feiern.
Die Mannschaft musste krankheitsbedingt auf Rückraumspielerin Hanna Trittler verzichten, dafür stand erneut Nachwuchsspielerin Ines Mainka im Kader. Kristina Nüsseler ging angeschlagen in die Partie.
Giengen startete konzentriert und Katrin Renelt brachte ihre Mannschaft bereits in der 2. Minute mit 1:0 in Führung. Kristina Nüsseler und Carmen Schirm erhöhten auf 3:0. Yvonne Lindner reagierte bei einem von der gegnerischen Torfrau gehalteten Strafwurf am schnellsten und staubte zum 4:0 ab. Doch Urach stellte um und nahm Carmen Schirm in enge Deckung. Im Angriff konnte sich Urachs beste Spielerin, Zinete Fazliju, immer wieder durchsetzen, und so musste die TSG in der 11. Minute das 4:4 hinnehmen. Verena Oberling brachte Giengen jedoch postwendend wieder in Führung und Cindy Stahl traf am Kreis zum 6:4. Die Abwehr stand nun sicherer, Torhüterin Andrea Hermann glänzte mit einer tollen Parade und im Angriff machte Giengen weiter ordentlich Druck. So verwandelte Verena Oberling erst einen Strafwurf und traf kurz darauf per Gegenstoß. Carmen Schirm war ebenfalls per Siebenmeter erfolgreich und Anita Somogyi verwandelte von Linksaußen zum 10:6. Die TSG hätte noch höher führen können, wäre sie nicht wieder einmal fahrlässig mit ihren Chancen umgegangen. Urach erzielte den Anschlusstreffer, doch Carmen Schirm stellte per Strafwurf den alten Abstand wieder her. Aber auch die Gäste trafen per Siebenmeter und Katrin Renelt musste zudem auf die Strafbank. Zwei Tore von Rechtsaußen Carolin Stahl verhinderten zwar zunächst, dass die Gäste wieder herankamen, doch bis zur Halbzeit ließ Giengen noch drei weitere Treffer zu , so dass man mit einer knappen 13:12 Führung in die Pause ging.
In der zweiten Hälfte fand Giengen zunächst nicht ins Spiel. Während die Gäste hochmotiviert aus der Kabine kamen, war die TSG zu passiv in der Abwehr und leistete sich im Angriff zu viele Fehler. Urach traf zum Ausgleich und kurz darauf zur 13:14 – Führung. Andrea Hermann verhinderte zwar zunächst einen höheren Rückstand, doch zwei Zeitstrafen gegen Katrin Renelt und Verena Oberling nutzte Urach zum 13:16 und wenig später erhöhten die Gäste per Strafwurf sogar auf 13:17. Yvonne Lindner erlöste die TSG dann von zehn torlosen Minuten, aber zwei weitere Gästetreffer führten zu einem Fünf –Tore-Rückstand. Doch Giengen gab sich noch nicht geschlagen. Katrin Renelt traf in Überzahl aus dem rechten Rückraum und Verena Oberling per Strafwurf, doch jedesmal erzielten die Gäste im Gegenzug ebenfalls einen Treffer. Cindy Stahl und Carmen Schirm brachten Giengen dann auf 19:21 heran und Anke Mühlberger parierte einen Siebenmeterwurf der Gäste. Zwei weitere Treffer von Cindy Stahl und die TSG war wieder dran. Urach traf zwar zum 21:23, doch Verena Oberling und Carmen Schirm konnten in der 57. Minute zum 23:23 ausgleichen. Yvonne Lindner traf per Gegenstoß zur 24:23 – Führung, doch die Gäste konnten erneut den Ausgleich erzielen. Nun behielten die Giengenerinnen die Ruhe und brachten nach einer Auszeit mit einem Spielzug Carmen Schirm in eine gute Wurfposition, und diese verwandelte. Urach kam zwar noch einmal in Ballbesitz, konnte aber nicht mehr gefährlich auf das Giengener Tor werfen.
So konnte das Team um Trainer Thomas Schirm einen glücklichen, aber aufgrund der kämpferischen Leistung sicher nicht unverdienten 25:24 – Sieg feiern.
Es spielten:
Andrea Hermann, Anke Mühlberger, Andrea Diebold
Yvonne Lindner 3, Kristina Nüsseler 1, Cindy Stahl 4, Anita Somogyi 1, Carolin Stahl 2, Franziska Steier, Carmen Schirm 6/3, Katrin Renelt 3, Simone Haselbauer, Verena Oberling 5/2, Ines Mainka
Zeitstrafen: Giengen 5 / Urach 5
Zuschauer: 150



Januar 12th, 2010 at 10:40
Das schreibt der Gegner:
Starke Leistung nicht belohnt
Hochklassige Partie hauchdünn verloren: Die Handballerinnen des TSV Urach kassierten im ersten Spiel des neuen Jahres in Giengen gegen den Tabellenvierten der Württembergliga eine 24:25-Niederlage.
Fraglich war vor dem Spielbeginn, ob es die Handballdamen aus der Kurstadt schaffen würden, im ersten Spiel des Jahres 2010 an die sehr gute Leistung der letzten Pflichtpartie aus 2009 anzuknüpfen. Zu Beginn sah es gar nicht danach aus, denn die Uracherinnen lagen nach neun Minuten bereits mit 0:4 beim Tabellenvierten TSG Giengen an der Brenz im Rückstand.
Mit diesen vier Toren Vorsprung, der bis zur 25. Minute Bestand hatte, schienen die Gastgeberinnen ihren Tabellenplatz bestätigen zu wollen. Der Grund für den Rückstand der Gäste lag in der zu spät reagierenden Abwehr und dem mangelnden Zutrauen im Angriff seitens der Ermstälerinnen. In den letzten fünf Minuten vor der Pause waren die Bad Uracherinnen jedoch hellwach und verkürzten auf den Halbzeitstand von 13:12 aus Giengener Sicht.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit setzten die Gäste ihr gutes Spiel fort, glichen aus und gingen sogar in Führung. Durch engagierte Aktionen konnten die Graf-Schützlinge ihre Führung ausbauen, sodass der TSV Urach Mitte der zweiten Halbzeit mit 21:17 in Führung lag. Auch aufgrund weniger Auswechselmöglichkeiten (Lea Muckenfuß und Selina Tisler konnten arbeits- bzw. krankheitsbedingt nicht mitspielen) schwanden die Kräfte der Gäste und der Ausgleich war nicht zu verhindern. So wurde auch die starke Leistung von Zinete Fazliu, die mit zehn Toren die herausragende Torschützin war, nicht mit einen Überraschungserfolg belohnt.
In der 58. Minute war der Giengener Ausgleich bittere Realität für die Ermstälerinnen.
Bedauerlicherweise für den TSV Urach hatten die Gastgeberinnen durch zwei technische Fehler noch Möglichkeiten zum Torschuss, die sie nutzten. Zwölf Sekunden vor dem Spielschluss gelang der TSG Giengen/Brenz der Siegtreffer zum 25:24.
Somit wurde die eigentlich gute Leistung der Uracherinnen nicht belohnt. Sollte die Graf-Mannschaft aber gegen die im hinteren Tabellenbereich der Württembergliga platzierten Teams ähnlich gute Leistungen in Punkte umsetzen können, so dürfte ein Abstieg kein Thema sein.
So spielten sie
TSV Urach: Eisenschmid (1. – 30.), Vöhringer (31. – 60.) – Baltrock (2), Bastien (1), Ebinger (5), Fazlia (10/2), Klein (4/1), Klingler, Mangold, Plewnia, Wurster (1). kele