Knappe Niederlage bei TG Biberach
TG Biberach – TSG Giengen 20:19 (11:6)
Eine knappe Auswärtsniederlage kassierten die Giengener Handballerinnen bei der TG Biberach.
Trainer Thomas Schirm hatte zuvor gewarnt, dass man gegen die starken Gastgeberinnen von Beginn an konzentriert seine Chancen nutzen müsse. Trotzdem hatte Biberach den besseren Start in die Partie und konnte mit 3:0 in Führung gehen, ehe Katrin Renelt in der 9. Minute der erste Treffer für die TSG gelang. Während die Gegnerinnen ihre Angriffe konsequent ausspielten und die daraus resultierenden Chancen nutzten, schloss Giengen meistens überhastet ab oder scheiterte an der starken Biberacher Torfrau. Zum Glück hatte auch TSG-Torhüterin Anke Mühlberger einen guten Tag erwischt, so dass sich der Rückstand in Grenzen hielt.
Im Angriff konnte Yvonne Lindner zwei Treffer erzielen, doch die Gastgeberinnen bauten ihre Führung bis auf 7:4 aus, ehe Katrin Renelt und Carmen Schirm die TSG wieder auf 8:6 heranbringen konnten. Biberach bestimmte weiter das Spiel und während Giengen sieben Minuten ohne Treffer blieb, gingen die Gastgeberinnen zur Halbzeitpause mit 11:6 in Führung.
Aber die Giengenerinnen gaben sich noch nicht geschlagen und kamen hochmotiviert aus der Kabine. Franziska Steier und Verena Oberling trafen zum 11:8 und nach zwei weiteren Treffern von Kristina Nüsseler und Katrin Renelt war die TSG wieder dran. Doch wie sich das Team auch mühte, der Ausgleichtreffer wollte einfach nicht fallen. Im Gegenteil, Biberach setzte sich erneut auf 15:12 ab. Hanna Trittler traf dann postwendend von Linksaußen. In Unterzahl konnte Kristina Nüsseler einen Gegenstoß zum 15:14 – Anschlusstreffer verwandeln. Doch wieder reichte es nicht zum Ausgleich, stattdessen verwandelte Biberach einen Strafwurf zur erneuten Zwei- Tore-Führung.
Es blieb spannend. Yvonne Lindner brachte Giengen mit einem Gegenstoß wieder heran, aber die Gastgeberinnen konterten und zogen bis zur 53. Minute auf 18:15 davon.
Alles sah nach einem Sieg für Biberach aus, doch die TSG gab sich immer noch nicht geschlagen und schaffte das Unmögliche. Mit vier Treffern innerhalb vier Minuten verwandelte man einen Rückstand in eine 18:19 – Führung.
Dann eine strittige Szene. Kristina Nüsseler wird, alleine auf das Biberacher Tor zulaufend, gefoult. Der Pfiff der Unparteiischen, die schon zuvor einige Male für Kopfschütteln auf der Giengener Bank gesorgt hatten, bleibt jedoch aus. Stattdessen kommt Biberach in Ballbesitz und trifft wenig später per Siebenmeter zum Ausgleich. Giengen zieht einen Spielzug an, doch Biberachs Torfrau pariert den Ball. Und nur wenige Sekunden später treffen die Gastgeberinnen zum knappen 20:19 – Sieg.
„Das Spiel haben wir in der ersten Hälfte verloren, weil wir zu viele gute Chancen ausgelassen haben“, so ein sichtlich enttäuschter Trainer Thomas Schirm. (am)
Anke Mühlberger, Andrea Hermann, Andrea Diebold;
Yvonne Lindner 5, Kristina Nüsseler 3, Cindy Stahl, Anita Somogyi, Hanna Trittler 1, Franziska Steier 1, Carmen Schirm 2, Katrin Renelt 6, Simone Haselbauer, Verena Oberling 1



Januar 18th, 2010 at 13:55
Das schreibt der Gegner:
Biberach – Die Damen I der TG Biberach haben gegen den Tabellennachbarn SG Giengen/Brenz knapp mit 20:19 gewonnen. Das der Württembergliga-Sieg so knapp ausfällt, darauf hätte in der Halbzeitpause wohl niemand gewettet: Zu dem Zeitpunkt stand es noch deutlich 11:6 für Biberach.
Von unserem RedakteurTobias Kestin
Am Ende konnte TG-Trainer Peter Engel dann doch wieder lachen und mit seinem Team im Kreis tanzen. Wer ihn die 30 Minuten davor beobachtet hatte, hat das nicht mehr für möglich gehalten. „Wegen drei technischer Fehler in den ersten fünf Minuten der zweiten Halbzeit ist es echt noch knapp geworden“, sagt Engel. In fünf Minuten vergaben sie die fünf Punkte Vorsprung und schafften es nicht mehr, das Tor zu treffen beziehungsweise traten bei den Treffern in den Kreis. Zum Haare raufen, nicht nur für Trainer Engel. Aber es waren auch genau diese fünf Minuten, die dem Spiel den nötigen Pfiff verliehen, welcher der ersten Halbzeit zu oft gefehlt hat.
Die ist auch schnell zusammengefasst: Hinten hielt Marion Waibel, was zu halten war und vorne punkteten die Feldspielerinnen. Sorge machten nur die ungezählten Fouls der Giengenerinnen, die sich am Kreis nicht besser zu helfen wussten. Entsprechend ging es mit 11:6 für die TG und zwei Zeitstrafen gegen die SG in die Pause.
Knackpunkt zweite Halbzeit
Dann folgten besagte fünf Minuten, in denen die SG auf 11:10 herankommt. Verena Kraft stellte dann einen Zwei-Punkte-Abstand wieder her, der bis zur 50. Minute hielt. Dem 18:18-Ausgleich folgte die Giengener 19:18-Führung. Diesen verspielten die Gegner durch ein Foul, aus dem ein Siebenmeter resultierte. Auch den verwandelte Verena Kraft zum Ausgleich. Und sie war es auch, die 50 Sekunden vor dem Abpfiff den Ball in Gegners Tor und zum – auch körperlich – hart erkämpften Sieg führte. „Die Spielerinnen haben zum Glück Nervenstärke bewiesen. Genauso wie im Hinspiel, das wir auch nur knapp gewonnen haben“, sagte Peter Engel.
Für die TG Biberach spielten: M. Waibel (Tor), Bleher (1), Brik (2), Haid (1), Herth (1), Nowack (2), Kraft (7/2), D. Ruf, E. Weber (4) und C. Waibel (2).
Januar 19th, 2010 at 18:36
Ungezählte Fouls? Körperlich hart erkämpfter Sieg?
Sorry, es gab im ganzen Spiel drei Siebenmeter und drei Zeitstrafen…